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OSTEOPATHISCHE MEDIZIN

Geschichte der Osteopathie

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) stellte seine Philosophie und Praxis der OSTEOPATHIE 1874 erstmals vor.

Der Weg zu seiner Medizinphilosophie wurde geebnet durch die intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichsten Naturwissenschaften und neuesten medizinischen Erkenntnissen. Er studierte, reflektierte und sezierte über Jahre. Während einer Meningitis-Epidemie im Jahre 1864 verstarben drei Kinder der Familie Still. Die Tatsache, dass die schulmedizinischen Erkenntnisse nicht in der Lage waren, dies zu verhindern, trieben ihn weiter an.

Der erste große Erfolg in der Geschichte der Osteopathie zeigte sich im Herbst 1874. Bei einer Epidemie von Durchfallerkrankungen mit Fieber, Kopfschmerzen und Blutverlust fielen Still Verspannungen in der Lendenregion auf, die zudem auch ungewöhnlich warm war und schmerzte. Dagegen war der Bauch kalt. Still nahm an, dass die eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule die nervale Versorgung und Blutzufuhr zum Darmtrakt erheblich behinderte. Still stellte daraufhin die Beweglichkeit der Muskeln auf natürliche Weise wieder her und dämpfte die Muskelverspannung. Durch diese Vorgehensweise wurden sehr viele Patienten geheilt.

1892 gründete Still offiziell die „American School of Osteopathy“ (ASO)

1917 kam die Osteopathie nach England (Dr. John Martin Littlejohn), in den 40iger Jahren nach Frankreich.

Seit den 80iger Jahren zunehmende Verbreitung auch in Deutschland.

Philosophie der Osteopathie

---LEBEN IST BEWEGUNG---

Still sagte: “Mein Ziel ist, dass der Osteopath philosophisch denkt und die Ursache sucht“.

„Filosofos“(gr.) ist derjenige, der der wahren Natur der Dinge nachgeht.

Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Alle Zellen, Gewebe und Organe arbeiten zusammen und stehen in Wechselbeziehung zueinander.

Störungen einzelner Gewebe beeinflussen die Funktion nahe liegender oder weiter entfernt gelegener Gewebe. Der Körper ist ständig bemüht, diese Fehlfunktionen zu korrigieren. Erst bei einer Vielzahl von Funktionsstörungen dekompensiert das System Mensch und es zeigen sich Symptome oder es entwickelt sich eine Erkrankung.

Über die Beeinflussung der Körperfunktionen ist der Osteopath bestrebt, den Gesamtorganismus wieder zu harmonisieren und eben diese Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Der Osteopath sucht die Gesundheit im Menschen - die Krankheit ist offensichtlich.